Alfonsina Storni, Reporterin und Kolumnistin

Alfonsina Storni (1892–1938) ging mutig ihren Weg, als «moderne Frau» und Journalistin in Buenos Aires. Ein Honigschlecken war das nicht, wie man an ihrem Kommentar zur Gendergerechtigkeit sieht. Er stammt von 1919:

«Manche betrachten den Feminismus als einen großen Fortschritt, andere als einen Fluch. Die wenigsten neh­men ihn mit der Seelenruhe derer auf, die wissen, dass die Dinge keineswegs durcheinander geraten, bloß weil Frauen in einer Bank arbeiten, eine leitende Stelle in der öffentlichen Verwaltung innehaben und hie und da auf die Straße gehen, um ein Zettelchen in eine Urne zu werfen. Ich denke, dass die Vernunft und die Wahrheit auf der Seite der letzteren sind.» (Die Auserwählten, in: Alfonsina Storni: Chicas. Kleines für die Frau).

Stornis Kolumnen erschienen eingeklemmt zwischen Rezepten und Kosmetikwerbung, meist auf der «Seite der Frau» von Zeitschriften und Zeitungen. Die Edition Maulhelden macht nun das Beste daraus: Kleine, feine Bücher mit zahlreichen Illustrationen sowie mit Rezepten zum Nachkochen.

Alfonsina Storni: Chicas. Kleines für die Frau. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort von Hildegard E. Keller. Mit Geleitwort von Georg Kohler. Edition Maulhelden № 3. Zürich 2021. 12×17,5 cm, gebunden, zweifarbiger Druck, Rezeptseiten in Farbe, mit farbigem Vorsatz, Grafiken von Hildegard Keller, mit Lesebändchen, 264 Seiten. 29.80 CHF, 28,— € (D), 28,80 € (A) ISBN: 978-3-907248-03-4

Lieferbar

INHALTSVERZEICHNIS  hier

RESONANZ MACHT FREUDE
«Die fabelhafte Alfonsina», schreibt Petra Lohrmann in ihrem Blog, begeistert von CHICAS und CUCA. Sie schreibt in ihrem Blog und auch im Hotlistblog der Unabhängigen
Martin Oehlen schätzt die kritisch-gewitzte Gesellschaftsbeobachterin, die sich auch zur Genderdebatte mit spitzer Feder und feiner Ironie äussert. Mehr.