Zur Werkausgabe von Alfonsina Storni

Klein? Weltliterarisch graziös! In den letzten 35 Jahren erschien Ausgewähltes auf Deutsch. Nun aber liegt eine bibliophile Werkausgabe vor. »Chicas« mit »Kleinem für die Frau« enthält auf Deutsch bisher Unbekanntes. Ungemein lebendig sind diese Kolumnen, einst auf der »Frauenseite« erschienen. Voller Witz, und zugleich nüchtern. Voller Fantasie, und zur selben Zeit dokumentarisch. Mit diesem Band liegt Stornis Werk zum poetisch grenzenlosen Entdecken – und hinreißend schön! – vor.

Alexander Kluy in BUCHKULTUR    mehr lesen

 

Alfonsina Storni, Cimbelina. Theaterstücke. Für Stornis Anhängerschaft ist das Buch ebenso eine Bereicherung wie für Fans des argentinischen Theaters. Und wer die Umsetzung feministischer Ideen in Theaterstücken mag, wird es ebenfalls gern lesen.

Eva Karnofsky, SWR2 Lesenswert   mehr lesen

 

Die Storni-Bändchen sind wirklich eine Freude. Alfonsina Storni, die Tessiner Emigrantin, deren Gedichte in Argentinien Schullektüre sind, ist in der Schweiz kaum bekannt. Gut, legt die Zürcher Hispanistin Hildegard Keller ihr originelles und vielseitiges Werk nun in vier Bändchen auf Deutsch vor. (...) Sehr farbig und teilweise mit zeitgenössischen Illustrationen versehen, vermitteln die Bücher eine Leichtigkeit, die angesichts von Alfonsina Stornis dramatischem Leben und tragischem Tod in der Rezeption ihres Werks oft in den Hintergrund gerückt ist.

Tina Uhlmann, Keystone-SDA

 

Wahre Schatztruhen. Große Leseempfehlung! Charmant und leichtfüßig, ironisch, konsequent feministisch und sehr, sehr warmherzig sind die Geschichten und Kolumnen der argentinischen Autorin mit Schweizer Wurzeln Alfonsina Storni. In Argentinien ist sie fester Bestandteil der Literatur, auf Deutsch kann ihr Werk nun erstmals entdeckt, gelesen und geliebt werden, neu übersetzt von Hildegard Keller.

Petra Lohrmann, Hotlist-Blog    mehr lesen

 

Herablassend oder bösartig wird sie nie. Storni schrieb diese Texte in den frühen 1920ern, als die Zeitschriften gerade erst Frauen als Publikum entdeckten und ihnen eigene Seiten einräumten (…), eingerahmt von Haushaltstipps und Rezepten. (…) Die Texte Stornis sind sowohl charmant altmodisch als auch völlig zeitlos. Sie nehmen mit in eine argentinische Gesellschaft, die es schon lange nicht mehr gibt und stellen dabei Fragen, die bis heute aktuell sind.

Marion Rave in Schiefgelesen  mehr lesen

 

Die Zeiten schadlos überstanden. Gewitzt macht Storni das Wort zur Waffe, erzählt von berufstätigen Frauen und Mädchen, die auf Balkonen auf den Zukünftigen warten, von Müttern und ihren Kindern, Menschen im Konsumtaumel, Tangotänzern in mondänen Touristenorten, Vogelspinnen, der Pampa – und vom Literaturbetrieb in Buenos Aires. Ernsthaft und spielerisch wirft Storni einen kritischen Blick auf ihre schreibenden Kolleginnen und Kollegen und erzählt von der unheimlichen Transformation von Menschen in der Großstadt. (…) Nun ist die Gelegenheit, diese außergewöhnliche Autorin neu oder wieder zu entdecken, die in ihrer bissigen Verve die Zeiten schadlos überstanden hat.

Klaus Bittner im Magazin 5 plus

 

So viel Storni gab es noch nie. Zwar ist 2013 eine Leseausgabe mit einigen ausgewählten Texten auf Deutsch erschienen. Doch 2021 ist das wahre Storni-Jahr. Und das ganz ohne kalendarischen Anlass.

Martin Oehlen. Bücheratlas     mehr lesen

 

Tessinerin aus der Pampa? Hildegard E. Keller in TESSINER ZEITUNG

 

Zu H. Keller / C. Burkard: FRISCH AUF DEN TISCH

Das Büchlein ist ein toller Lesespass für Literaturaffine und Neueinsteiger ebenso wie für Kochbegeisterte.

Igor Basic, Kultur Kompakt, SRF

 

Frisch auf den Tisch ist ein sehr unterhaltsames Büchlein mit Geschichten, die nicht so allgemein bekannt sind über bedeutsame Literatinnen und Literaten. Zudem öffnen sich mit den ihnen zugeordneten Rezepten neue Ansätze und Inspirationen zum besseren Verständnis ihrer Werke. Wer es nicht glaubt, sollte zumindest den Versuch wagen und bspw. beim Schlürfen der Clam Chowder, der Muschelsuppe, ein wenig in Moby Dick hineinlesen. Oder zu Gottfrieds Kellers Seldwyla-Novelle Kartoffelstock mit pochiertem Ei essen. Das ist Weltliteratur in Leckerbissen - im wahrsten Sinne des Wortes.

Bernhard Nicolussi in VORGEKOSTET. mehr lesen

 

Hier ist kein Wort zu viel. Die Leser bekommen neben der literarischen Crème de la Crème ein appetitanregendes Kochbuch, das die Freude an gutem Essen und die Lust auf kreative Essenszubereitung zu vermitteln versteht.
Jörn Münkner, Zeitschrift für Germanistik  mehr lesen

 

Ein zauberhaftes Kleinod: zum Schmökern, Schmunzeln und Schenken.

Schweizer Familie

 

Auch durch den Magen. Essen und Lesen gehen nicht nur phonetisch gut zusammen. Beides hat im besten Falle mit Genuss zu tun, beides schafft Pausen vom Alltag, bringt Zeiten der Muse. Ein gutes Buch macht meist Appetit auf mehr. Nicht umsonst spricht man von Lesefutter. Und die Gerüche und Gewürze eines leckeren Essens können einen für kurze Zeit in andere Länder und Welten entführen – etwas, das auch beim Kopfreisen mit guter Literatur passiert. Dass Literatur auch durch den Magen geht, das beweisen die Maulhelden: Hildegard Keller, die Literaturwissenschaftlerin und Autorin, die Lesenden unter anderem durch den Literaturclub im Schweizer Fernsehen und vom Bachmannpreis bekannt sein wird, bildet mit ihrem Ehemann, dem Juristen Christof Burkard, in der Küche und auf der Bühne ein kongeniales Gespann.

Birgit Böllinger. Blogbeitrag.

 

Frisch auf den Tisch passt in jede Jackentasche, unterhält mit heiteren, anekdotischen Porträts und lädt dank der einfachen Zutaten und laienfreundlichen Anleitungen zum baldigen Nachkochen ein.

Züriberg / Züri Nord

 

Ein Leckerbissen für belesene Geniesser wie für tafelfreudige Leser.

Valentin Herzog, Der Kulturelle Panther

 

Auch bei fehlender Koch-Ambition liest sich der kleine Band Frisch auf den Tisch sehr unterhaltsam und interessant.

Schiefgelesen, Marion Rave mehr lesen

Zu H. Keller / C. Burkard: LYDIAS FEST

Wie können sie es wagen, Lydia in ein heiteres Licht zu stellen! (…) Zu meiner Zeit kam es mir vor, als ob Kommunikation das Etikett der Unwissenschaftlichkeit sei. Dabei waren es die besten, die begabtesten Professoren, die verständlich redeten oder schrieben. Der Band N° 1 ist eine Gourmandise erster Güte und Raffinesse.

Leserzuschrift, Sept. 2021

 

Klein und fein!

Maja Brunner, A point SRF

 

Lydias Fest von Hildegard Keller und Christof Burkard ist eine bewegende Erzählung über eine blitzgescheite Frau die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebte und mit namhaften Künstlern und der Prominenz der Gesellschaft auf Augenhöhe verkehrte. Die ergänzenden sachlichen Aspekte, die den Wandel von Lebensmitteln und Essengewohnheiten dokumentieren bis hin zu Rezeptvorschlägen, transferieren diese Zeit ins Heute machen sie kulinarisch-sinnlich erfahrbar.

Bernhard Nicolussi in VORGEKOSTET. mehr lesen